Staubsauger: besser mit Beutel oder ohne?

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Die Entscheidung, ob der neue Staubsauger nun mit oder doch besser ohne Beutel sein soll, ist nicht ganz einfach. Denn wie immer im Leben hat alles seine Vor- und Nachteile. Deswegen gibt es auch keine eindeutige Antwort auf die Frage, ob mit oder ohne.

Nachfolgend jedoch werden die Vorteile beider Staubsaugerarten aufgeführt – danach fällt die Entscheidung auf das eine oder andere Modell möglicherweise etwas leichter.

Was verkauft sich besser? Staubsauger mit Beutel oder ohne ?

Zugeben, nicht immer ist das besser, was die Mehrheit kauft. Aber manchmal ist es zumindest eine Richtlinie, zu wissen, was generell beliebter ist. Bei Staubsaugern verhält es sich so, dass tatsächlich die meisten lieber einen Staubsauger mit Beutel kaufen. Immerhin 70% finden dies aus verschiedenen Gründen besser. Der Trend zum beutellosen Staubsauger, der sich vor etwa einem Jahrzehnt abzeichnete, konnte sich also offensichtlich nicht halten.

Wie ist das mit dem Preis?

Klar, der Preis ist eine ganz wichtige Frage. Sind beutellose Handstaubsauger günstiger oder teurer als jene Modelle, die einen Beutel benötigen? Und wie sieht es aus mit den Folgekosten?
Tatsächlich schneiden Staubsauger mit Beutel, was den Preis anbelangt, etwas besser ab. Richtig gute Geräte bekommt man hier schon für unter 100,- Euro. Modelle, die beutellos arbeiten, kosten leider bei vergleichbarer Saugleistung teilweise das Doppelte. Da ist die Ersparnis, die man aufgrund des entfallenden Nachkaufens der Beutel hat, im Vergleich dann doch eher gering. Allerdings hängt diese Beutel-Kauf-Ersparnis wiederum vom Modell ab und davon, was der einzelne Beutel kostet, wie viel gesaugt wird, sprich wie oft ein Beutel nachgekauft werden muss und mit was für einer Lebensdauer des Saugers man eigentlich rechnet.

Wer im Monat beispielsweise zwei Beutel braucht, kann die Kosten ganz einfach auf 10 Jahre hochrechnen. Ein bis zwei Euro pro Beutel muss man in der Regel veranschlagen.

Mit Beutel oder ohne – was bei der Entscheidung helfen kann

Folgende Fragen sollte man sich unbedingt vor einem Neukauf stellen: Wie viel und wie oft wird eigentlich gesaugt? Handelt es sich um viel Schmutz und um größere Flächen? Das wäre dann nämlich eindeutig ein Argument für einen beutellosen Sauger, zumindest aus ökonomischer Sicht.

Bei Haushalten, in denen viel Schmutz anfällt, beispielsweise weil hier Tiere oder Kinder mit von der Partie sind, ist dies durchaus eine Überlegung wert.
Beim beutellosen Staubsauer entfällt unter Umständen die lästige Suche nach den passenden Beuteln – nicht jede Händler vor Ort hat die gewünschten Staubbeutel vorrätig, also muss oftmals im Internet nachbestellt werden. Ganz davon abgesehen, dass das Nachkaufen ganz schön ins Geld geht, verursachen die Beutel beim Wegwerfen auch Müll, der eigentlich vermieden werden kann.

Was ist mit Allergikern?

Wenn Allergiker im Haushalt leben, ist ein Staubsauger mit Beutel allemal die bessere Wahl. Dieser sollte allerdings über eine HEPA FIltetrechnik verfügen. Dies trifft zwar auch auf einige neue beutellose Modelle zu, dennoch ist gerade bei Allergikern ein wichtiges Argument, dass der Beutel einfach entnommen werden kann und dann direkt im Müll entsorgt wird und das, ganz ohne dass es staubt. Gerade dies gilt als Minuspunkt für beutellose Modelle: beim Entleeren lässt es sich nie verhindern, dass es zugleich auch staubt. Auch dann nicht, wenn der Staubbehälter einfach per Knopfdruck über dem Mülleimer entleert werden kann. Ein Beutel ist hier zweifellos die hygienischere Variante.

Laut oder leise?

Tatsächlich gibt es auch hier einen Unterschied. Wer sich an zu lauten Staubsaugern stört, der sollte unbedingt auf ein Modell mit Beutel zurückgreifen, denn beutellose Staubsauger sind im Schnitt – vor allem dann, wenn sie über eine Zyklon Technik verfügen – deutlich lauter als Modelle mit Beutel. Bei Beutelstaubsaugern kann sogar oft die Lautstärke eingestellt werden.

Wie ist es mit der Reinigung?

Beide Varianten, egal ob mit oder ohne Beutel, müssen von Zeit zu Zeit gereinigt werden (Rohr, Düse, Schlauch und Filter). Allerdings muss bei einem beutellosen Staubsauger zusätzlich regelmäßig der Auffangbehälter gereinigt werden, was beim Staubsauger mit Beutel logischerweise entfällt. Meistens reicht ein einfaches Ausspülen mit Wasser – aber gemacht werden muss es eben trotzdem. Diesbezüglich kann man sagen, dass Staubsauger mit Beuteln zum einen wartungsärmer sind und zum anderen etwas weniger Aufwand bereiten.

Staubsauger mit und ohne Beutel – weitere Aspekte

Nicht vergessen sollte man, dass Staubsauger mit Beutel leider an Saugkraft verlieren, je voller der Beutel wird. Diese Problematik entfällt bei beutellosen Modellen. Staubsauger mit Beutel sind jedoch meistens weniger anfällig für Schäden und die Saugleistung ist oftmals doch ein bisschen besser. Es handelt sich hierbei schlicht und einfach um eine altbewährte Technik.

Wie ist es mit der Optik?

Ob die Optik nun beim Staubsauger tatsächlich eine entscheidende Rolle spielt, das muss wohl jeder für sich selber entscheiden. Fakt ist, dass gerade bei der jüngeren Generation der eine oder andere sicherlich Wert darauf legt, dass der Sauger auch schick aussieht. Und das trifft im Zweifelsfall eher auf beutellose Modelle zu als auf die eher traditionell anmutenden Staubsauger mit Beutel.

Fazit:

Es kann so oder so keine allgemeingültige Empfehlung gegeben werden. Bei beiden Varianten gibt es leistungsstarke, zuverlässige Sauger, beide haben Vor- und Nachteile. Wer kein Problem damit hat, den Sauger regelmäßig zu reinigen und ein stylisheres Design bevorzugt, wer viel saugen muss und einen etwas höheren Preis nicht scheut, sollte sich die Anschaffung eins beutelloses Saugers überlegen.

Wer hingegen mit Hausstaub-Allergien zu kämpfen hat oder eher auf bodenständige Technik steht, für den ist das klassische Modell mit Beutel möglicherweise die bessere Wahl.

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